zurück zum Inhaltsverzeichnis

STARTER KIT FÜR ANGEHENDE VEGETARIER

6. Die Milch und ihre Inhaltsstoffe 

Eisenmangel: Der Eisengehalt in der Milch ist sehr gering. Um die in den USA empfohlene tägliche Eisenaufnahme von 15 mg zu gewährleisten, müsste ein Säugling mehr als 29 L Milch täglich zu sich nehmen. Milch verursacht auch Blutverluste aus dem Darmtrakt, die dem Körper Eisen entziehen.

Diabetes: Von 142 Kindern mit Diabetes, die im Rahmen einer neueren Studie untersucht wurden, wiesen 100 Prozent hohe Antikörperkonzentrationen gegen ein Kuhmilchprotein auf. Man geht davon aus, dass diese Antikörper die Insulin produzierenden Zellen des Pankreas zerstören.

Kalzium: Grünblättrige Gemüse wie Grünkohl eignen sich als Kalziumquelle ebenso gut wie oder sogar besser als Milch.

Fettgehalt: Außer den Magermilchvarianten haben Milchprodukte einen hohen Fettgehalt, prozentual zur Gesamtkalorienzahl betrachtet.

Fettgehalt von Milchprodukten

(Prozentanteil an der Gesamtkalorienzahl)

Quelle                              Prozentanteil Fett    

Vollmilch                           49%

„2%“-Milch                       35%*

Cheddarkäse                     74%

Butter                               100%

*Es sind 2% Fett nur bezogen auf das Gewicht.

Kontaminationen: Milch ist häufig kontaminiert mit Antibiotika und einem Überschuss an Vitamin D. Von 42 kürzlich in den USA getesteten Milchproben wiesen lediglich 12% einen Vitamin D Gehalt innerhalb des erwarteten Rahmens auf. Von zehn Proben Säuglingsfertignahrung enthielten sieben mehr als doppelt soviel Vitamin D als auf dem Produkt ausgewiesen und eine hatte mehr als das Vierfache der angegebenen Menge.

Laktose: Viele Menschen asiatischer und afrikanischer Herkunft können Milchzucker (Laktose) nicht verdauen, sie bekommen Durchfälle und Blähungen. Wenn verdaut, setzt Milchzucker Galaktose frei, einen einfachen Zucker, der mit Eierstockkrebs und grauem Star in Verbindung gebracht wird.

Allergien: Milch ist eine der häufigsten Ursachen für eine Nahrungsmittelallergie. Oftmals sind die Symptome subtil und können längere Zeit nicht auf die Milch zurück geführt werden.

Koliken: Eiweiße in der Milch können Koliken verursachen, - eine Verdauungsstörung, unter der einer von fünf Säuglingen leidet. Milch trinkende Mütter können über das Stillen auch Kuhmilchproteine an ihre Kinder weitergeben.  

 

5. Die Rolle von Kalzium
zurück zum Inhaltsverzeichnis
7. Menübeispiele