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Die Tierschutzpartei stellt sich vor
Tierschutz ist, von vielen unbemerkt, schon längst zu einem Politikum geworden. Die tierfeindlichen Gesetze zur Ausbeutung und Versklavung der Tiere wurden in den Parlamenten gemacht, nur dort können sie wieder gekippt werden. Deshalb gehören Tierschützer in die Parlamente, als Lobby der Tiere. Hoffentlich nehmen an der Europawahl 1999 schon mehr als nur eine Tierschutzpartei teil. In den meisten EU-Ländern ist es sehr viel einfacher als bei uns, in die Parlamente einzuziehen. Wir müssen fünf Prozent der Wählerstimmen auf uns vereinigen. Wir haben ein Wahlprogramm erarbeitet, in dem der Vegetarismus eine wichtige Stelle einnimmt, denn Vegetarismus ist praktischer Tierschutz, den jeder sofort realisieren kann. In unserem Bundesvorstand sind ausnahmslos Vegetarier und Veganer vertreten, in den meisten Landesvorständen ebenfalls. Ich selber lebe seit über zwanzig Jahren vegetarisch und trage weder Pelz noch Leder, weder Wolle noch Seide. Jede Form von Gentechnik in der Erzeugung von Nahrungsmitteln lehnen wir grundsätzlich ab. Wir setzen uns für eine ganzheitliche, alternative Medizin ein, die vor allem die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützen und die Ursachen der Erkrankungen erforscht, statt an Symptomen herumzudoktern. Zu unseren erklärten Zielen gehört die Abschaffung der Tierversuche, zu welchen Zwecken auch immer. Der Arbeitslosigkeit haben wir den Kampf angesagt. Neue Wirtschaftsstrukturen werden viele neue Arbeitsplätze schaffen, vor allem in der alternativen Landwirtschaft. Auch auf dem Gebiet der Erziehung und Bildung besteht akuter Bedarf an Mitarbeitern, ebenso im Gesundheitswesen. Der Ausstieg aus der Kernenergie mit gleichzeitigem Ausbau der Sonnen- und Gezeitenenergie, eines unserer Hauptanliegen, wird ebenso wie die konsequente Umsetzung des bisher sträflich vernachlässigten Umweltschutzes vielen Menschen zu Arbeit und Brot verhelfen. Wertvolle, zukunftsweisende Arbeit ist heute angeblich nicht bezahlbar. Warum? Weil unsere Steuergelder für unsinnige Rüstungsprojekte, Statussymbole und Subventionen für tierquälerische Projekte vergeudet werden. Unser Ziel ist die Schaffung einer Welt, in der Mensch und Tier freundschaftlich und in Einklang mit der Natur zusammenleben. Jedes Kind liebt Tiere, und kaum ein Kind ißt mit Begeisterung Fleisch. Die Liebe zu unseren andersartigen Mitgeschöpfen ist angeboren, die Verachtung und Ausbeutung der Tiere anerzogen. Das ist unser Ansatzpunkt und unsere Hoffnung. Dr. Gisela Bulla
München, 26. Mai 1998
Die Tierschutzpartei hat beschlossen, in 13 Bundesländern an der Wahl zum Bundestag teilzunehmen. Der erfreuliche Zustrom an Mitgliedern liess bei den Teilnehmern des Bundesparteitages vorsichtigen Optimismus im Hinblick auf einen entsprechenden Wahlerfolg aufkommen. Zur Spitzenkandidatin wurde Frau Dr. Gisela Bulle aus München -einstimmig (!) - gewählt. Das Wahlergebnis macht deutlich, dass Dr. Bulla das absolute Vertrauen aller Parteimitglieder geniesst. Die bekannte Buchautorin ist in Hamburg geboren und wohnt seit ihrem 6. Lebensjahr in München. Schwerpunkte im Wahlkampf sind die Abschaffung der skandalösen Tiertransporte durch Streichung der Subventionen und das ausnahmslose Verbot aller Tierversuche. „Wenn Tiere laut Tierschutzgesetz unsere Mitgeschöpfe sind, wird es endlich Zeit, dass wir sie auch so behandeln", sagt Gisela Bulla. „Wir wollen Schluss machen, mit der Versklavung der Tiere, Sie besitzen ein ebenso genuines Lebensrecht wie wir". Zum Generalsekretär der Partei wurde Gernot Dreher - der Landesvorsitzende aus Hamburg - gewählt. Der gebürtige Hamburger ist 51 Jahre alt und hat bei der dortigen Bürgerschaftswahl auf sich aufmerksam gemacht. „Unser Wahlprogramm macht deutlich, dass wir uns nicht nur dem Tierschutzgesetz verbunden fühlen," erklärt er. „Unsere Sorge gilt allen Benachteiligten, den Arbeitslosen ebenso wie den Frauen, Kindern und alten Menschen". Die Tierschutzpartei tritt, wie in der Diskussion deutlich wurde, für eine vegetarische, vegane Lebensweise ein, denn der Verzicht auf Fleisch und Fisch, auf Leder und Wolle ist ein Stück praktischer Tierschutz, den jeder einzelne sofort verwirklichen kann. Gentechnisch manipulierte Lebensmittel werden grundsätzlich abgelehnt. Die Tierschutzpartei hat zahlreiche Angebote zu Wahlbündnissen ausgeschlagen. „Dadurch würde der Gedanke des Tierschutzes nur verwässert", meint Gisela Bulla. In Verwirklichung ihrer Ziele sieht die Tierschutzpartei eine Chance, zahlreiche Arbeitsplätze zu schaffen, im Umweltschutz, im Tierschutz, in der alternativen Landwirtschaft und auf den Gebieten der Erziehung und Krankenvorsorge. Der gut besuchte Parteitag lässt hoffen. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Die Tierschutzpartei - ist auf dem besten Weg, sich zu etablieren. Die Tierschutzpartei, Thiemannhof 22, 21147 Hamburg, Tel: +49 (0)40 797 53 024, Fax: +49 (0) 40 796 73 17, e-mail: gdreher@mants.de
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